Dienstag, 19. Februar 2013

Irland übernimmt EU-Ratsvorsitz

Irland übernimmt EU-Ratsvorsitz

07.01.2013
Irland, das sich jüngst wieder als europäischer Musterschüler in Sachen Sparpolitik einen Namen machte, hat zum 01. Januar 2013 passenderweise den EU-Ratsvorsitz übernommen. Sechsmal war die kleine Insel bereits offizielle Spitze der Europäischen Union, nun will Irland, pünktlich zur 40-jährigen Mitgliedschaft in der EU, ein Zeichen für das krisengebeutelte Europa setzen.

Irlands Motto: „Stabilität, Jobs und Wachstum“

Die kommenden sechs Monate, in denen Irland über 1600 Sitzungen leiten wird, stehen unter dem Motto „Stabilität, Jobs und Wachstum“ mit dem die Insel für ein Bekämpfen der Finanzkrise eintritt, die derzeit besonders Länder wie Portugal, Spanien und Griechenland bedroht. Noch gar nicht lange ist es her, da war Irland selber noch absoluter Sorgenfall in der EU. Durch eine eiserne Sparpolitik und finanzielle Stützen seitens des europäischen Rettungsschirmes geht es nun  wieder bergauf mit der irischen Wirtschaft.

Irland setzt ein Zeichen für krisengebeuteltes Europa

Mit der EU-Rats-Übernahme haben die Iren nun die Chance, ihre Botschaft des Sparens und Überlebens an die anderen Eu-Staaten weiterzugeben und damit zu zeigen, wie ein Weg aus dem Haushaltsloch zu meistern ist. Ihre Botschaft beginnt schon im ganz Kleinen: Während der EU-Sitzungen werden Delegierte nicht wie üblich mit dem Limousinenservice von Tagung zu Tagung gebracht, sondern können bereitgestellte Fahrräder nutzen. Mit solchen und ähnlichen sinnvollen Einsparungen will Irland die Ausgaben für den EU-Ratsvorsitz auf 60 Millionen Euro begrenzen- das ist fast die Hälfte weniger als während der letzten Vorsitze ausgegeben wurde.

http://www.irlandguide.de/irland-uebernimmt-eu-ratsvorsitz/488/ 

Irland bereitet Ausstieg aus dem EU-Rettungsschirm vor

Irland bereitet Ausstieg aus dem EU-Rettungsschirm vor

13.12.2012
Irland machte sich in den letzten Monaten einen Namen als „Musterschüler“  in Sachen Sparpolitik. Sah es 2010, als die Iren als erster europäischer Staat unter den Europäischen Rettungsschirm schlüpfen mussten, noch wenig rosig für die Wirtschaft aus, hat sich diese zuletzt deutlich erholt und kann nun wieder schwarze Zahlen verbuchen. Bemerkbar macht sich das vor allem in einem boomenden Dienstleistungssektor und einer tendenziell sinkenden Arbeitslosenquote, die derzeit bei 14,6 Prozent liegt.
Überwindung der Krise durch neues Sparpaket
So positiv die konjunkturelle Entwicklung der grünen Insel zu bewerten ist - endgültig überwunden ist die Krise noch nicht. Momentan agiert Irland nur sehr eingeschränkt am öffentlichen Kapitalmarkt und wird größtenteils von dem 85 Milliarden schweren Rettungspaket seitens EU, EZB und IWF gestützt. Ein neues Sparpaket, das aus einem Mix aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen besteht, soll nun gewährleisten, dass Irland bis zum Auslaufen der Hilfsgelder Ende 2013, wieder auf eigenen Füßen stehen kann.
Wo wird gespart, wer muss mehr zahlen?
Zu den Neueungen des Pakets gehört eine Anhebung der Steuern für Renten über 60.000 Euro, vermehrte Abgaben für den Kauf von Zigaretten und Alkohol und die Einführung einer Immobiliensteuer. Bei den Staatsausgaben will die Regierung Kürzungen beim Kindergeld sowie bei  der staatlich subventionierten Gesundheitsversorgung vornehmen. Sozialleistungen und Arbeitslosengeld sollen hingegen weiter in der bestehenden Höhe gezahlt werden.
Stabilisierung der Wirtschaft bis Ende 2013?
Mit diesen erneuten Kürzungen und Einsparungen hofft die irische Regierung ihre Finanzmärkte soweit zu stabilisieren, dass das Haushaltsdefizit von derzeit 8 Prozent auf 3 Prozent im Jahr 2015 absinken wird. Ob solch hochgesteckte Ziele wirklich erreicht werden können, wird derzeit von Wirtschaftsexperten noch angezweifelt. Sollte das neue Sparpaket jedoch greifen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Irland bis Ende 2013 zumindest ohne weitere Hilfsgelder aus dem Europäischen Rettungsschirm auskommt und vollständig an den öffentlichen Kapitalmarkt zurückkehren kann.

 http://www.irlandguide.de/irland-bereitet-ausstieg-aus-dem-eu-rettungsschirm-vor/485/

Zum Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI.

Zum Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI.

Wir wissen nicht, ob der Amtsverzicht Papst Benedikts XVI. richtig ist; wir respektieren aber seinen Schritt. Wir haben diesen Papst geliebt, wie wir seinen Vorgänger, Johannes-Paul II., geliebt haben. Wir werden ihn sehr vermissen.
Kardinal Joseph Ratzinger zeigt sich als Papst Benedikt XVI. den Gläubigen am Petersplatz
Wir sind seit Jahrzehnten Zeugen einer der großen Krisen der Kirche. Der Modernismuskrise. Es hat früher schon im Verlauf der zweitausendjährigen Existenz dieser weltweit einmaligen Institution Krisen dieses Ausmaßes gegeben; die Kirche hat sie alle überstanden. Sie wird wohl, wie wir zumindest glauben, auch diese Krise irgendwann überwinden. Die beunruhigende Frage ist jene nach den Schäden, die bis dahin angerichtet worden sind. War der Entschluß zum Verzicht auf das Papstamt, gerade in diesem Zusammenhang, richtig? Wir halten diesen Entschluß jedenfalls für legitim. Der Papst ist Souverän — einer der letzten der Welt; er darf diesen Schritt setzen. Und, so selten in der Geschichte ein Souverän an der Spitze der Christenheit solch einen Schritt gesetzt hat, er ist schon vorgekommen — man denke an Kaiser Karl V.
Es muß freilich nicht richtig sein, was, zudem in hohem Alter, legitim ist. Der Papst wird die Umstände, was wir ihm glauben, sorgfältig geprüft haben; es geht ja auch nicht vorrangig um sein Wohlbefinden, es geht um das Wohl der Kirche. Von diesem Blickpunkt her kann ein Amtsverzicht, je nachdem, falsch oder richtig sein. Bestehende Strukturen werden dadurch jedenfalls nicht „in Frage gestellt“, wie das im linksliberal gleichgeschalteten westlichen Medienkartell erwartungsgemäß nun behauptet wird. War der Amtsverzicht richtig? Wir wissen es nicht, es wird sich weisen.

Gute und andere Päpste

Es gab sehr gute und es gab sehr schlechte Päpste. Das Defizit ist jedenfalls Teil unserer menschlichen Existenz. Die Defizite im Pontifikat Johannes-Pauls II. waren groß — und er war dennoch ein großer Papst. Ganz zu schweigen von den Defiziten im Pontifikat Pauls VI., der ein katastrophaler Papst war. Selbstverständlich ist vieles im Pontifikat Benedikts unerledigt geblieben; die richtigen Entscheidungen für die in Österreich neu zu besetzenden Bischofsstühle beispielsweise; die debakuläre Lage der Kirche hierzulande schreit nach nachhaltigem Durchgreifen ebenso harter wie kompetenter Hände. Hier hätten wir es freilich lieber gesehen, der Erzbischof von Wien hätte sein Amt zurückgelegt, denn der Bischof von Rom.

„Wiedergewinnung der Tradition“

Ungeachtet all dessen hat Benedikt XVI. Schritte gesetzt, die von eminenter Wichtigkeit gewesen sind, auch wenn sie nicht konsequent zum segensreichen Ende gebracht werden konnten. Der wahrscheinlich bedeutendste politische Akt seines Pontifikates war das Bemühen um die „Wiedergewinnung der Tradition“, wie er es selbst ausgedrückt hat. Denn die Kirche, die sich gegen ihre eigene Tradition stellt, kann nicht überdauern; „ein Reich, das in sich uneins ist, zerfällt und wird öde“ (Lukas, 11,17). Schon Johannes-Paul II. hat erste wichtige Initiativen in Richtung der innerer Konsolidierung einer Katholischen Welt unternommen, die in der Ära der Fehlentwicklungen nach dem Zweiten Vaticanum schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war und wird; Benedikt XVI. ist diesen Weg mutig weiter gegangen. Der vehemente Widerstand dagegen, vorzugsweise von Seiten weltlicher Mächte und ihrer Medien (es sei an die entsprechende, ebenso anmaßende wie dumme Äußerung der deutschen Bundeskanzlerin anläßlich der richtungsweisenden Gespräche Roms mit der die modernistischen Tendenzen am entschiedensten bekämpfenden Priesterbruderschaft Sankt Pius X. erinnert), bezeugt nur die Tatsache, daß dieser Weg der wahre und richtige, der rechte Weg ist, der gerade deshalb so unbequem und schwierig zu gehen ist.

Verweltlichter Episkopat

Widerstand ist nicht nur von Seite politischer Machthaber erfolgt; auch ein verweltlichter Episkopat ist dem eigenen Papst beständig in den Rücken gefallen. Das jeweilige bischöfliche Agieren beispielsweise angesichts des zum grotesken Popanz aufgeblasenen sogenannten Kirchenlichen Mißbrauchsskandals kann überwiegend nur als erbärmlich bewertet werden; den bei weitem größten Anteil am sexuellen Mißbrauch hat weder die Kirche noch die Familie sondern der Raum des Politischen und Wirtschaftlichen, dort, wo Menschen in Machtposition weder durch die Bande familiärer Zuneigung noch durch Christliche Ethik gezügelt sind. Und signifikanterweise findet man in diesen Bereichen kaum je einen medialen Enthüllungswillen (gewisse Ausnahmen sind klar auf innenpolitische Machtkämpfe zurückzuführen). Und was an tatsächlich stattgefundenem und nicht bloß herbeifabuliertem Kirchlichem Mißbrauch zum Ärgernis geworden ist, ist der innerkirchlichen Verfallsphase der Zeit ab den 1960er Jahren zuzurechnen.

Zur Lage in Deutschland

Auch seien speziell die skandalösen Zustände im deutschen Episkopat erwähnt; die dort öffentlich ausgesprochenen Häresien sind freilich bis jetzt ungeahndet. Der deutsche Katholizismus wird durch Feigheit, Unfähigkeit und Korruption herabgewirtschaftet. All dies, der teils offene episkopale Widerstand (auch in Österreich) gegen sein Pontifikat, mag in den Erwägungen Benedikts, die zum Entschluß des Amtsverzichts geführt haben, ins Gewicht gefallen sein.

Notwendigkeiten

Ein neuer Papst tritt ein schweres Erbe an; nicht, weil es ihm Benedikt XVI. schuldhaft so hinterlassen hätte, sondern, weil, früh schon, lange vor Benedikt, gewisse „Weichen“ falsch gestellt wurden. Die von Politik und Wirtschaft geförderte Fraktionierung der Katholischen Welt wäre zu bekämpfen; was medial als wundervoller „Pluralismus“ verkauft wird, ist in Wirklichkeit Uneinigkeit und Schwäche. Die klerikale Disziplin ist zu straffen; die Einhaltung des Zölibats, der für die Unabhängigkeit der Kirche von weltlichen Verhältnissen von zentraler Wichtigkeit ist, wäre verschärft durchzusetzen; episkopale und universitär-„theologische“ Häresien sind endlich nachhaltig abzustellen — sie sind (alleine rein kirchenpolitisch gesprochen) nichts anderes als eine freche Verhöhnung des überlieferten Glaubens, eine würdelose Anbiederung an den Zeitgeist und eine Beleidigung des Katholischen Volkes. Der Instrumentalisierung, Verweltlichung, Entsakralisierung und Banalisierung des Kirchlichen ist entgegenzuwirken. Die Kirche hat sich einfach zur eigenen Identität und Sendung zu bekennen.
Wir wissen nicht, ob der Amtsverzicht Papst Benedikts XVI. richtig ist; wir respektieren aber seinen Schritt. Wir haben diesen Papst geliebt, wie wir seinen Vorgänger, Johannes-Paul II., geliebt haben. Wir werden ihn sehr vermissen.
Albert Pethö
Wien, Februar anno Domini 2013

http://www.kreuz-net.at/index.php?id=66 
 

Papst Benedikt XVI. bleibt Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. bleibt Benedikt XVI.

In den Einleitungsworten zur Generalaudienz hat Seine Heiligkeit am 13. Februar 2013 nochmals den Grund für den Amtsverzicht bekräftigt.
„Cari fratelli e sorelle,
come sapete ho deciso ... [applausi] – grazie per la vostra simpatia! – ho deciso di rinunciare al ministero che il Signore mi ha affidato il 19 aprile 2005. Ho fatto questo in piena libertà per il bene della Chiesa, dopo aver pregato a lungo ed aver esaminato davanti a Dio la mia coscienza, ben consapevole della gravità di tale atto, ma altrettanto consapevole di non essere più in grado di svolgere il ministero petrino con quella forza che esso richiede. Mi sostiene e mi illumina la certezza che la Chiesa è di Cristo, il Quale non le farà mai mancare la sua guida e la sua cura. Ringrazio tutti per l’amore e per la preghiera con cui mi avete accompagnato. Grazie! Ho sentito quasi fisicamente in questi giorni, per me non facili, la forza della preghiera, che l’amore della Chiesa, la vostra preghiera, mi porta. Continuate a pregare per me, per la Chiesa, per il futuro Papa. Il Signore ci guiderà.“

In offizieller Übersetzung:
„Liebe Brüder und Schwestern!
Wie ihr wißt – [Applaus] Danke für eure Zuneigung! –, habe ich mich dazu entschlossen, auf das Amt, das mir der Herr am 19. April 2005 anvertraut hat, zu verzichten. Ich habe dies in voller Freiheit zum Wohl der Kirche getan, nachdem ich lange gebetet und vor Gott mein Gewissen geprüft habe. Ich bin mir des Ernstes dieses Aktes sehr bewußt, aber ich bin mir ebenso bewußt, nicht mehr in der Lage zu sein, das Petrusamt mit der dafür erforderlichen Kraft auszuüben. Mich trägt und erleuchtet die Gewißheit, daß es die Kirche Christi ist und der Herr es ihr nie an seiner Leitung und Sorge fehlen lassen wird. Ich danke Euch allen für die Liebe und für das Gebet, mit dem Ihr mich begleitet habt. [Applaus] Danke! Ich habe in diesen für mich nicht leichten Tagen gleichsam physisch die Kraft des Gebets verspürt, die mir die Liebe der Kirche, Euer Gebet bringt. Betet weiter für mich, für die Kirche und für den kommenden Papst. Der Herr wird uns leiten.“

Das Schwinden der physischen Kräfte

Papst Benedikt XVI. hatte sich erst kürzlich einer Routineoperation unterziehen müssen. Er habe aber keine (akute) Erkrankung, was auch der Bruder des Papstes bestätigte. Der Entschluß sei nach einem Sturz auf der Reise des Pontifex im März 2012 nach Mexiko und Kuba gereift.

Benedikt XVI. behält seinen Papstnamen

„Wir werden ihn nicht mit ‚Kardinal‘ ansprechen“, verlautbarte der portavoce (Sprecher) des Vatikan, Hw. Federico Lombardi. Vielleicht mit ‚emeritierter Bischof von Rom‘.

Keine Teilnahme am Konklave

Seine Heiligkeit werde nicht in das Konklave eingreifen. Der Papst sei kein Kardinal, sondern stehe dem Kardinalskollegium vor.

Letzte Generalaudienz am 27. Februar 2013

Die letzte Generalaudienz des Heiligen Vaters wird die am Tag vor der Dimissio von Papst Benedikt XVI. sein. Um möglichst vielen Gläubigen einen Gruß an den Heiligen Vater zu ermöglichen, wird diese am Petersplatz stattfinden.

28. Februar 2013

Der Zeitpunkt für den Beginn der Vakanz am Petrusstuhl wurde vom Papst mit 20.00 Uhr, dem Zeitpunkt, zu dem der normale Arbeitstag stets endete, festgelegt. Drei Stunden zuvor wird er in Begleitung u.a. von Erzbischof Gänswein, der danach in stetem Kontakt zu Benedikt XVI. und in einer Vertrauensstellung bei dessen Nachfolger im Amte sein werde, Rom mit dem Ziel Castel Gandolfo verlassen.

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Kalendarium zur Erklärung des Heiligen Vaters

Kalendarium zur Erklärung des Heiligen Vaters

Mit der Weihe von Msgr. Georg Gänswein zum Erzbischof hat Papst Benedikt XVI. seinen Rückzug aus dem Petrusamt eingeleitet.
Einleitung des Rückzugs: Papst Benedikt XVI. weiht zu Epiphanie seinen Privatsekretär Msgr. Georg Gänswein zum Erzbischof [Bild: BZtg]

6. Jänner 2013

Der päpstliche Rückzug beginnt mit der Weihe seines Privatsekretärs, Monsignore Georg Gänsweins, zum Erzbischof von Urbisaglia in den Marken, er wird auch Praefekt des Päpstlichen Hauses. Dessen Bischofswappen setzt sich (rechts aus der Sicht des Schildträgers) aus dem päpstlichen Wappen mit dem Freisinger Mohren und dem Korbiansbären sowie der Pilgermuschel, links aus dem durchbohrten St.-Georgs-Drachen zusammen.
Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt anläßlich der Weihe: „Wer den Glauben der Kirche lebt und verkündet, steht in vielen Punkten quer zu den herrschenden Meinungen gerade auch in unserer Zeit. … Der Mut des Stehenbleibens bei der Wahrheit ist unausweichlich von denen gefordert, die der Herr wie Schafe unter die Wölfe schickt. … Aber unweigerlich werden wir auch von denen, die mit ihrem Leben dem Evangelium entgegenstehen, verprügelt, und dann dürfen wir dankbar sein, daß wir gewürdigt werden, am Leiden Christi teilzuhaben.“

11. Februar 2013

Declaratio des Heiligen Vaters wird bekannt (11 Uhr 46)
Der Heilige Vater hat den versammelten Kardinälen seinen Rückzug mit Monatsende in lateinische Sprache verkündet.
„Blitz aus heiterem Himmel …“ (12 Uhr 16)
Der Kardinaldekan Angelo Sodano bezeichnet die päpstliche Ankündigung als „Blitz aus heiterem Himmel“.
Kardinal Meisner zur Rücktrittserklärung (20 Uhr 44)
„Das geistliche Amt ist ja eine Art Vaterschaft. Und Vater bleibt man doch Zeit seines Lebens“ – Kardinal Meisner zum „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich bin regelrecht schockiert.“ Als eine Altersgrenze für Bischöfe eingeführt wurde, dachte Kardinal Meisner: „Ein Glück, daß wenigstens der Papst auf Lebenszeit amtiert. Dann ist die Kontinuität dieser Vaterschaft gesichert.“
Piusbruderschaft drückt Papst Benedikt XVI. „sa gratitude pour la force et la constance“ aus (17 Uhr 49)
Es gehört zu den großen Verdiensten des Heiligen Vaters, die Kirchenstrafe gegen die Bischöfe der Piusbruderschaft aufgehoben zu haben.
In einer Stellungnahme des Generalhauses der Priesterbruderschaft (französisch/deutsche Übersetzung) heißt es: „Trotz der lehrmäßigen Divergenzen, welche sich noch anlässlich der theologischen Gespräche zwischen 2009 und 2011 zeigten, vergisst die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht, dass der Heilige Vater den Mut hatte, daran zu erinnern, dass das überlieferte Messopfer niemals abgeschafft war, sowie die Wirkungen der kanonischen Strafen gegen ihre Bischöfe (anlässlich der Bischofsweihen von 1988) aufzuheben.
Sie ist auch eingedenk des Widerstandes, welchen diese Entscheidungen hervorgerufen haben, und die den Papst zwangen, sich vor den Bischöfen der ganzen Welt zu rechtfertigen. Die Bruderschaft drückt ihm ihre Dankbarkeit für die Stärke und Beständigkeit aus, die er in solch schwierigen Umständen unter Beweis gestellt hat, und versichert ihn des Gebetes für die Zeit, die er von jetzt an seinem zurückgezogenen Leben widmen wird.
In der Nachfolge des Gründers, S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre, bekräftigt die Priesterbruderschaft St. Pius X. erneut ihre Verbundenheit mit dem ewigen Rom, der Mutter und Lehrmeisterin der Wahrheit, sowie dem Stuhl des heiligen Petrus. Sie drückt aufs Neue das Verlangen aus, nach Kräften ihren Beitrag zu leisten, die schwere Krise zu überwinden, welche die Kirche erschüttert.
Sie bittet darum, dass die Kardinäle des nächsten Konklaves unter Eingebung des Heiligen Geistes den Papst wählen, der gemäß dem Willen Gottes daran arbeiten wird, alles in Christus zu erneuern (Eph 1,10).“
Unwetter in Rom (17 Uhr 56)
Während eines Gewitters ist ein Blitz in die Kuppel des Petersdoms eingeschlagen. Eine naturwissenschaftliche Zufälligkeit wird zT als Gotteszeichen umgedeutet.
Kardinal Dziwisz: „Vom Kreuz steigt man nicht herunter!“
Der langjährige Sekretär von Papst Johannes Paul II. und nunmehrige Krakauer Erzbischof Kardinal Stanislaw Dziwisz zitiert Papst Johannes Paul II.: „Vom Kreuz steigt man nicht herunter!“

12. Februar 2013

Der Heilige Vater wird (nicht, wie geplant, auf dem Aventin, sondern) im Petersdom die Aschermittwochliturgie gemeinsam mit den Bischöfen und Kardinälen feiern.

13. Februar 2013

Generalaudienz des Heiligen Vaters
Konklave
Der Vatikan setzt den Beginn des Konklaves mit 15. März 2013 fest.

18. Februar 2013

Angelusgebet durch Papst Benedikt XVI.

20. Februar 2013

Generalaudienz des Heiligen Vaters

25. Februar 2013

Angelusgebet durch Papst Benedikt XVI.

27. Februar 2013

Generalaudienz des Heiligen Vaters am Petersdom, letzter öffentlicher Auftritt von Papst Benedikt XVI.

28. Februar 2013

Um 20.00 Uhr endet – so die päpstliche Erklärung vom 10. Februar 2013 – das Pontifkat von Papst Benedikt XVI. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die päpstliche Entscheidung vom 11. Februar 2013 rücknehmbar.

1. März 2013

Rückzug in ein Kloster im Vatikan
Nach Mitteilung des Bruders Seiner Heiligkeit, Hw. Georg Ratzinger, wird Papst Benedikt XVI. sich nach seinem Rücktritt in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom zurückziehen. Zwischenzeitlich wird ein Wohnbereich in einem früher von den Karmeliten genützten Kloster („Mater Ecclesiae“) im Vatikan eingerichtet.

15. März 2013

Beginn des Konklaves zur Findung des Gotteswillens bezüglich der Nachfolge von Papst Benedikt XVI. im Petrusamt.

Osterfest 2013

Der neuerwählte Papst wird das Osterfest mit den Katholiken feiern. In eventu celebrierte, so der Vatikansprecher Hw. Federico Lombardi, Kardinalsdekan Angelo Sodano oder Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.

[Kalendarium wird aktualisiert]


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Zehntausende feiern Papst Benedikt frenetisch in Rom

Zehntausende feiern Papst Benedikt frenetisch in Rom

Zehntausende feiern Papst Benedikt bei seinem vorletzten Angelus-Gebet. Der Vatikan drückt bei der Wahl des Nachfolgers aufs Tempo.
Foto: Getty Images
Einer der Zehntausenden, die dem Papst bei seinem vorletzten Angelus-Gebet zujubelten, mit einem "Grazie"-Banner
Einer der Zehntausenden, die dem Papst bei seinem vorletzten Angelus-Gebet zujubelten, mit einem "Grazie"-Banner
Rom. Knapp zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit ist Papst Benedikt XVI. erneut von mehreren zehntausend Menschen umjubelt worden. Sie strömten am Sonntag zu seinem vorletzten Angelus-Gebet auf den Petersplatz in Rom und empfingen Benedikt mit tosendem Applaus. Während der Papst Abschied nimmt, laufen im Vatikan die Vorbereitungen für die Wahl seines Nachfolgers. Das Konklave könnte schon Anfang März und damit früher als geplant beginnen.
In seiner kurzen Ansprache am Sonntag rief das scheidende Oberhaupt der katholischen Kirche die Gläubigen zur Erneuerung, zur entschiedenen Hinwendung zu Gott und zum "spirituellen Kampf" auf. Die Menge feierte ihn mit "Viva il papa" und "Benedetto"-Rufen. Viele der Pilger hatten Transparente mitgebracht. "Danke Heiligkeit" stand auf einem Spruchband. Die Menschen schwenkten Fahnen und Tücher und jubelten dem 85-Jährigen zu.
Es war einer seiner letzten großen Auftritte. Benedikt zeigte sich am Fenster seines Arbeitszimmers und winkte in die Menge. "In den entscheidenden Momenten im Leben, im Grunde genommen sogar in jedem Moment, stehen wir am Scheideweg: Wollen wir dem Ich folgen oder Gott?", sagte er, "den individuellen Interessen oder dem wirklich Guten?" Der Papst dankte den Menschen für ihre Unterstützung in diesen "besonderen Tagen für mich und für die Kirche".
Rund 1000 Sicherheitskräfte und etwa 200 Freiwillige waren in Rom im Einsatz. Die Straßen rund um den Petersplatz wurden gesperrt, der Nahverkehr verstärkt. Die Veranstaltung war auch ein erster wichtiger Test für die Behörden mit Blick auf das Konklave. Am kommenden Sonntag folgt Benedikts letztes Angelus-Gebet, am Mittwoch darauf seine letzte Generalaudienz. Allein dafür lagen bis Samstag schon 35 000 Anfragen von Pilgern vor.
Der Vatikan treibt unterdessen die Regelung der Nachfolge von Benedikt voran. Das Konklave zur Wahl des neuen Kirchenoberhaupts könnte möglicherweise schon vor Ablauf der üblichen Frist von 15 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") beginnen. Das hänge mit den besonderen Umständen zusammen, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Samstag.
Benedikt hatte vor einer Woche überraschend angekündigt, zum 28. Februar zurückzutreten. Unmittelbar danach hatte es geheißen, bis Ostern solle es ein neues Kirchenoberhaupt geben. Benedikt ist der erste Papst der Neuzeit, der sein Amt freiwillig aufgibt.
Die vorgesehene Frist von 15 bis 20 Tagen bis zum Beginn des Konklave dient normalerweise dazu, den wahlberechtigten Kardinälen genügend Zeit zu geben, um aus aller Welt nach Rom zu reisen. Da sich die Kardinäle nach dieser Ankündigung aber entsprechend vorbereiten könnten, sei es möglich, den Beginn des Konklaves vorzuziehen, sagte Lombardi. Die kirchenrechtlichen Vorschriften zur Wahl eines neuen Papstes könnten so interpretiert werden.
Bis zu seinem Rücktritt absolviert Benedikt weiterhin offizielle Termine. Am Samstagabend empfing er Italiens Regierungschef Mario Monti zur Privataudienz. Es sei ein "herzliches und intensives Abschiedstreffen" gewesen, hieß es in einer Vatikan-Mitteilung.
Am 28. Februar um 20 Uhr legt der 85-Jährige sein Amt nieder und es beginnt die Sedisvakanz. Benedikt will nach etwa zwei Monaten in der Sommerresidenz Castel Gandolfo in den Vatikan zurückkehren und in ein Kloster ziehen.
Der Theologe Hans Küng kritisierte diese Entscheidung. "Es droht mit Benedikt XVI. ein Schattenpapst, der zwar abgedankt hat, aber indirekt weiter Einfluss nehmen kann", sagte Küng dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Er befürchte nach dem Rücktritt Benedikts einen Machtkampf im Vatikan.
Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich vom künftigen Papst Reformen in der katholischen Kirche. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa hervor. 80 Prozent der Befragten befürworten demnach Reformen etwa im Bereich der Sexualmoral oder beim Zölibat. Nur sieben Prozent wollen das nicht. 77 Prozent stellen zugleich fest, dass der Papst mit seinem Wirken keine Bedeutung für ihren Alltag hat.
Nach Angaben seines Biografen hat Benedikt seine Erschöpfung bereits vor längerer Zeit eingeräumt. Für ein neues Buch über den Papst habe der Journalist Peter Seewald das Kirchenoberhaupt in den vergangenen Monaten mehrere Male getroffen, zuletzt vor etwa zehn Wochen, schreibt der "Focus". Auf die Frage, was noch von seinem Pontifikat zu erwarten sei, habe er im Sommer geantwortet: "Von mir? Nicht mehr viel. Ich bin doch ein alter Mann, die Kraft hört auf."

Freitag, 1. Februar 2013

kreuz.net endlich wieder da

Warum es 'kreuz-net.info' gibt

Die Äußerungen der Kardinäle Lehmann und Schönborn zu 'kreuz.net' im Dezember 2012 nach der Selbstabschaltung der katholischen Nachrichtenseite

Kardinal Lehmanns Dank an die Kampfschwulen

„Darum danken wir allen, die zur Klärung beigetragen haben, auch wenn sie nicht Freunde der Kirche sind“ schreibt Kardinal Lehmann in der Mainzer Kirchenzeitung „Glaube und Lehre“, wiedergegeben auf der Internetseite des Bistums Mainz.
Kardinal Lehmann war – sachlich begründet – allzu oft Grund für kritische 'kreuz.net'-Berichte. Im „Kamin Gespräch“ [phoenix, 16. Dezember 2012] zeigt er sich wehleidig: „Ich bin ja wahrscheinlich von den deutschen Bischöfen von 'kreuz.net' über Jahrzehnte [sic! 'kreuz.net' startete 2004, Anm. d. Red.] am meisten verhaut worden.“
Es ist fürwahr mehr als sonderbar, daß ein Kardinal für die Aussetzung eines „Kopfgeldes“ durch einen Schwulenverlag (was im äußersten Fall auch als Aufruf zum Mord interpretiert werden könnte) auf mutmaßliche Angehörige des Klerus bzw. Kirchenmitarbeiter Dank sagt, nur weil diese Personengruppe andere „kirchenpolitische Tendenzen“ bevorzugt als der pointiert links stehende Bischof Lehmann.
Zu Recht schreibt die linke „Süddeutsche“: „Aber seit Anfang Dezember gibt es kreuz.net nicht mehr. Und dafür bedankt sich Bischof Lehmann nun – bei den Schwulen! Daß ein deutscher Bischof das wagt, darf man als beispiellos bezeichnen.

Kardinal Schönborns Vorstellungen von Meinungsfreiheit

Kardinal Schönborn läßt seinen Generalvikar und Zulehner-Schüler Hw. Nikolaus Krasa den Geistlichen und Mitarbeitern seiner Erzdiözese ausrichten, sie hätten „mit ernsthaften dienstrechtlichen Konsequenzen zu rechnen“, falls sie als Autoren oder Verantwortliche an der Internetseite 'kreuz.net' beteiligt gewesen seien.
Somit wäre auch ein auf 'kreuz.net' publiziertes Treuebekenntnis zum Heiligen Vater unter bischöfliche Strafe gestellt.
Daß Kardinal Schönborn sich immer weiter mit Exponenten der fragwürdigen, Zulehner-Zelle (wie Frau Veronika Prüller-Jagenteufel, Hw. Nikolaus Krasa, Hw. Gregor Jansen oder Hw. Wolfgang Kimmel) umgibt und den Wiener Caritas-Direktor Hw. Michael Landau den abtrünnigen Pfarrer Hw. Schüller als Wunsch-Bischof verlauten läßt, paßt ins Bild einer sich selbst zerstörenden Diözese.

So bleibt als Ziel, eine in Bezug auf die zugrundeliegenden Informationen ähnliche Beitragsqualität wie 'kreuz.net' zu erreichen, so daß das kolportierte Zitat eines Aachener Pfarrers Realität wird: „In Rom ist es so üblich, daß man morgens, bevor man die Fensterläden aufmacht, erst mal 'kreuz.net' liest, um zu sehen, was es in Deutschland Neues gibt.“
Beiträge von Autoren und Informationsgebern des Internetportals kreuz.net sind herzlich willkommen!

http://www.kreuz-net.at/index.php?id=5